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Kreisverband Gießen

Exkursion Waldbewirtschaftung und Naturschutz im Krofdorfer Forst

22. Oktober 2019

12 Teilnehmer bei der Exkursion „Naturschutz und Waldwirtschaft“ von BUND Gießen und Forstamt Wettenberg

Der BUND Kreisverband Gießen hatte für Samstag, den 19.10.2019 zu einer Exkursion zum Thema „Naturschutz und Waldwirtschaft“ in den Krofdorfer Forst eingeladen. Zwölf interessierte Teilnehmer*innen fanden sich zu dem aktuell häufig kontrovers diskutierten Thema ein.

Während des etwa dreistündigen Gangs stellten Rita Kotschenreuther und Holger Brusius als Exkursionsleitung vom Forstamt Wettenberg verschiedene Maßnahmen in der Forstwirtschaft vor, die zum Ziel haben, den Wald als Lebens- und Erholungsraum zu stärken und zu erhalten.

 

Zu diesen Maßnahmen gehören neben Beachtung von Vorgaben zur schonenden Waldbewirtschaftung unter anderem die spezielle Erhaltung von „Habitatbäumen“ mit Höhlen und Spalten. Außerdem werden sogenannte „Kernflächen“, Waldflächen mit hoher ökologischer Bedeutung, nicht mehr genutzt und als Naturwald ohne Nutzung erhalten.

 

Die Exkursionsteilnehmer erfuhren, wieviel Holzprodukte ein Bundesbürger durchschnittlich im Jahr verbraucht und wieviel Holz als Rohstoff dafür nachgeliefert werden muss. Dieses Produkt nachhaltig und regional zu erzeugen, ist Aufgabe der staatlichen Forstverwaltung. Diese ist außerdem gehalten, mit der Bewirtschaftung des Waldes dem Gemeinwohl zu dienen. Wie schwierig die Aufgabe ist angesichts weiterer Anforderungen wie Waldumbau aufgrund von klimatischen Veränderungen und stetig wachsendem wirtschaftlichem Druck aufgrund von globalen Marktzusammenhängen, machte die Diskussion mit den Fachleuten anschaulich.

 

Im Krofdorfer Forst konnte die Gruppe am Beispiel eines Mischwaldes aus Eiche und Buche verfolgen, wie die schonende Holzentnahme funktioniert. Der Wald der Zukunft wird als Jungwuchs aus dessen Aussaat entwickelt. Ein Problem kann dabei der zu starke Wildverbiss darstellen. Um dem zu begegnen, werden stellenweise Areale mit Jungbäumen eingegattert. So wurde deutlich, welche Unterschiede bei Aufwuchs mit und ohne Wildverbiss zu erkennen sind und dass eine Waldentwicklung nur mit einer Wildregulierung einhergehen kann. Nach der anschaulichen und informativen Wanderung hatten alle Teilnehmer so einen umfangreichen Einblick in ökologische und waldwirtschaftliche Vorgänge im Wald gewonnen.

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